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Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)

Konsortialpartner

Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)

Ein vertieftes Verständnis über den alpinen Wasserkreislauf ist wichtig, da die Wasserressourcen der Gebirge nicht nur für die Wasserversorgung des Alpenraums an sich, sondern auch für die Vorländer eine entscheidende Rolle spielen. Hierzu stehen für das unmittelbare Voralpenland neben der reinen Trinkwasserversorgung, auch die Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke, die touristische Nutzung und die ökologische Funktion des Wassers im Fokus.

Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft (HyWa)

Das Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft (HyWa) der Universität für Bodenkultur (BOKU) führt an der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus (UFS) hydrologische Modellierungen, in situ Messungen und fernerkundungsbasierte Untersuchungen durch.

G-MONARCH
Gravity-MONitoring for Alpine Research Catchment Hydrology

Bei dem Forschungsprojekt G-MONARCH werden gravimetrische Verfahren eingesetzt, um das Verständnis über den alpinen Wasserhaushalt am Beispiel der Zugspitze zu verbessern. Die Zugspitze bietet aufgrund seiner besonderen Geologie sowie der vorhandenen Infrastruktur und Instrumentierung für dieses Projekt ideale Bedingungen. Ein im ehemaligen, mittlerweile denkmalgeschützten, Max-Planck-Labor auf dem Gipfel der Zugspitze installiertes Supraleitgravimeter misst kontinuierlich die Änderungen der Schwerebeschleunigung an diesem Ort, die häufig konstant mit 9,81 m/s² an der Erdoberfläche angenommen wird. Die große Innovation gegenüber allen anderen existierenden hydrologischen und meteorologischen Messverfahren liegt nun darin, dass sich damit alle Veränderungen von hydrologischen Massen in Form von Wasser, Schnee und Eis in der Umgebung von ca. 50 km² gesamtheitlich erfassen und quantifizieren lassen. Die Zugspitze wird also quasi kontinuierlich gewogen: Bei Schneefall wird sie schwerer und bei Schnee- und Gletscherschmelze wird sie leichter.

Beteiligt an dem Projekt sind Forscher:innen der BOKU Wien, des GFZ Potsdam, der TU Berlin und der Universität Augsburg sowie der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus UFS und weitere nationale und internationale Partner.

Aufgaben und Ziele des Projektes

Im Zuge des Projektes werden im Zugspitzgebiet intensive Untersuchungen zur Hydrologie des Gebietes und zum Auf- und Abbau der Schneedecke vorgenommen. Dabei werden ein umfangreiches Bündel an Messgeräten, satelliten- und drohnengestützte Erdbeobachtung und computergestützte Modellansätzen zum Einsatz kommen.

SnowShifts
Aktuelle und zukünftige Veränderungen der Schneeverhältnisse in Polar- und Hochgebirgsregionen

Thematisch geht es bei SnowShifts um die Erforschung der Quantität sowie möglicher Veränderungen des Schnees in extremen Regionen (Arktis, Antarktis und Hochgebirge).

Das Team der BOKU unter der Leitung von Franziska Koch vom Institut für Hydrologie und Wasserwirtschaft trägt wesentlich zum Projekt mit der Expertise zur Erfassung von Schneemassen mit fortschrittlichen und innovativen Monitoring- und Modellierungs-Methoden auf unterschiedlichen räumlichen Skalen bei. Die BOKU arbeitet dabei eng mit ihren im Projekt integrierten Partner*innen, inklusive dem GFZ, und mit den Teams in Lausanne und Oslo zusammen.  

Eine Fokus-Region wird auch das Zugspitzgebiet sein und wir freuen uns, die Wissenschaftler mit ihrem interdisziplinären Projekt unterstützen zu dürfen.