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Multisensorale Erdbeobachtung alpiner Ökosysteme

UFS Forschungsschwerpunkt

Alpine Ökosysteme gehören zu den sensibelsten und dynamischsten Lebensräumen der Erde. Sie sind besonders vulnerabel und reagieren stark auf klimatische Veränderungen, Extremereignisse und menschliche Einflüsse. Im Forschungsschwerpunkt „Multisensorale Erdbeobachtung alpiner Ökosysteme“ werden hochalpine Systeme mithilfe modernster Methoden der satelliten-, drohnen- und bodengestützten Erdbeobachtung analysiert.

Im Fokus stehen die Erfassung, wissenschaftliche Erforschung und Modellierung räumlich-zeitlicher Veränderungen in Vegetation, Schnee- und Eisflächen, Bodenprozessen sowie Biodiversität im alpinen Raum. Die Kombination unterschiedlicher Sensortypen (u.a. multispektrale und thermale Fernerkundung, LiDAR-Daten, Boden-Sensoren, sowie drohnenbasierte Messsysteme), ermöglicht es, komplexe Umweltprozesse in hoher Detailtiefe zu erfassen und ihre Wechselwirkungen zu erforschen.

Forschungsschwerpunkte

  • Dynamik von Schnee- und Eisbedeckung im Klimawandel
    Analyse von Schneeverteilung und Schmelzprozessen in alpinen Hochlagen
  • Vegetationsdynamik und Biodiversität im Hochgebirge
    Untersuchung der Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf alpine Pflanzenökosysteme und deren räumliche Verschiebung
  • Multisensorale Umweltbeobachtung
    Integration von Satellitendaten, Drohnenmessungen und in-situ-Sensorik zur hochauflösenden Erfassung ökologischer Prozesse
  • Skalenübergreifende Datenanalyse mit KI-Methoden
    Nutzung von Machine-Learning und raumzeitlicher Geodaten zur Ableitung von Veränderungsmustern und Modellierung zukünftiger Entwicklungen

 

Kooperationen und Forschungsumfeld

Der Forschungsschwerpunkt zeichnet sich durch höchst interdisziplinäre Ansätze/Herangehensweisen aus und ist eng in die Forschungslandschaft der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie weiterer Partner der UFS eingebunden. Im Zentrum steht die Verknüpfung von in-situ-, satelliten- und drohnenbasierter Erdbeobachtung mit innovativen Methoden der Datenanalyse. Die UFS bietet hierfür als hochalpine Forschungsplattform ideale Voraussetzungen für die Erfassung und Untersuchung von Umwelt- und Klimaprozessen sowie die Validierung fernerkundlicher Informationen.

Beitrag zum Verständnis des globalen Wandels

Durch die multisensorale Beobachtung alpiner Ökosysteme werden die Auswirkungen des Klimawandels auf sensible Hochgebirgsräume untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen sowohl zur wissenschaftlichen Grundlagenforschung als auch zur Entwicklung von dringend notwendigen Anpassungs- und Schutzstrategien für (alpine) Umwelt- und Naturräume bei. Durch die Kombination hochauflösender Erdbeobachtung, moderner Analyseverfahren und interdisziplinärer Zusammenarbeit leistet der Forschungsschwerpunkt einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis und zur nachhaltigen Entwicklung von alpinen Lebensräumen im globalen Wandel.