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Biosphäre und Geosphäre

UFS Forschungsschwerpunkt

Biosphäre

Die Biosphäre (Vegetation) ist eine wichtige biophysikalische und biochemische Größe im Klimasystem. Ihre Albedo, die Rauhigkeit der Oberfläche und ihr LAI (leaf area index) sind wichtige bodennahe Randbedingungen für Klimamodelle. Die Biosphäre ist weiterhin über den Austausch von Gasen und Partikeln in biogeochemische Kreisläufe, auch mit der Atmosphäre, eingebunden. Global kann die Lage von Vegetationszonen nahezu ausschließlich mit meteorologischen Parametern, wie Temperatur, Niederschlag und Strahlung, erklärt werden. Ebenso lassen sich regionale und lokale Differenzierungen in der Vegetation z.T. auf kleinstandörtliche klimatische Unterschiede zurückführen (z.B. Föhntäler). Für Untersuchungen der Hochgebirgsbiosphäre bietet das Umfeld der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus einzigartige eine hervorragende Infrastruktur.

Auf Grund chemischer und physikalischer Prozesse werden in kalten und niederschlagsreichen Regionen eine Vielzahl an Umweltschadstoffen deponiert, deren Quellen zum Teil viele hundert oder tausend Killometer entfernt liegen. An der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus werden viele dieser problematischen Schadstoffe seit Jahren gemessen und Zu- oder Abnahme der Umweltbelasutng bestimmt.

Geosphäre

In großen Höhen wie an der Zugspitze können Boden und Fels (die Geosphäre)dauerhaft gefroren sein. Veränderungen im Permafrost sind nicht nur ein langfristiger Klimaindikator, sie haben auch eine große Bedeutung für Gebäudegründungen und für Felssturzgefahren. Die Klimaewärmung wird die Verteilung des Permafrosts tiefgreifend verändern.

Zum Forschungsbereich Geosphäre gehört auch die Seismik, die nicht nur Erdbebenwellen erfasst, sondern auch topographische Effekte dieser Wellen untersucht und Rückschlüsse auf den Untergrund und die Felsbeschaffenheit zulässt.