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Karlsruher Institut für Technologie

Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK–IFU)
Konsortialpartner

Messung der Verteilung des Klimagases Wasserdampf in der Atmosphäre

Wasserdampf ist aufgrund seiner hohen Konzentration und seiner physikalischen Eigenschaften das wichtigste Treibhausgas. Besonders empfindlich reagiert das Klima auf Änderungen der Wasserdampfkonzentration in ca. 5 km bis 12 km Höhe.

Durch die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung steigt die Verdunstung an der Erdoberfläche, die zu mehr als 70% aus Wasser besteht. Dadurch nimmt die Wasserdampfkonzentration in der Atmosphäre zu und verstärkt damit den Treibhauseffekt. Auf der anderen Seite ist der zunehmende Wasserdampfgehalt mit einer Änderung des Niederschlags und der Wolkenbildung verbunden, die dem Treibhauseffekt entgegenwirken können.

Das DIAL-Lidar auf dem Dach der UFS.

Hochleistungslidar - Messung der vertikalen Verteilung von Wasserdampf in der Atmosphäre

Messtechnisch ist der Wasserdampfgehalt in mittleren und größeren Höhen der Atmosphäre nur schwer zu bestimmen. Um diese Lücke zu schließen, hat das IMK-IFU mit Unterstützung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium ein einzigartiges Lidar-Messsystem entwickelt, das auf dem Schneefernerhaus installiert ist und weltweit neue technische Maßstäbe setzt. Die laufenden Messungen belegen eindrucksvoll das Potential des neuen Messsystems, das erst durch die Lage des Schneefernerhauses oberhalb der feuchten Grenzschicht voll zur Geltung kommt und gleichzeitig die anderen am IMK-IFU und auf der Zugspitze betriebenen Messsysteme ideal ergänzt.