Ziel war es, die Erfassung von Schneehöhen mit Hilfe moderner Fernerkundungsmethoden und klassischen Feldmessungen unter hochalpinen Bedingungen zu verknüpfen. Im Fokus steht dabei die Verwendung von Drohnendaten, welche mit einer Auflösung von 5 cm eine sehr genaue Kartierung von Schneehöhen ermöglichen.
Am ersten Tag konnten unter idealen Wetterbedingungen alle geplanten Datenaufnahmen in dem 34 Hektar großen Untersuchungsgebiet erfolgreich durchgeführt werden. Die Geländearbeiten erfolgten aufgrund der Schneebedingungen durchgehend mit Schneeschuhen. Entlang mehreren Transekten wurden Schneehöhen mit Lawinensonden gemessen. Parallel dazu wurden Drohnenbefliegungen durchgeführt, bei denen sowohl LiDAR- als auch RGB-Daten aufgenommen wurden. Mithilfe dieser Daten kann ein Höhenprofil des Gebiets erstellt werden. Das aus der Winterbefliegung gewonnene Höhenmodell kann mit in schneefreien Konditionen erhobenen Höhendaten verglichen werden, um die Schneehöhe flächendeckend und mit hoher Genauigkeit abzuleiten. Die manuell gemessenen Schneehöhenmessungen dienen dabei als Validierungsdaten.
Der zweite Tag war geprägt von dichtem Nebel und Schneesturm mit starken Windböen, was die geplante Fortsetzung der Feldmessungen verhinderte. Stattdessen nutzte die Gruppe den Tag für eine gemeinsame Begehung des Untersuchungsgebietes, um die räumlichen Gegebenheiten besser kennenzulernen und Beobachtungen zu Schneeverteilung und Topographie zu sammeln.
Das Geländepraktikum am Schneefernerhaus brachte den Teilnehmenden wertvolle Erfahrungen in der praktischen Arbeit an der Schnittstelle von Fernerkundung, Feldmethoden und alpiner Umweltforschung. Gleichzeitig wurden auch die Abhängigkeit moderner Erdbeobachtungsmethoden von Wetter und Sichtbedingungen deutlich. Im weiteren Verlauf des Kurses werden die erhobenen Daten ausgewertet und verglichen. Mit den daraus folgenden Ergebnissen lassen sich Aussagen über den Effekt von Topographie und Windexposition auf Schneeverteilung in alpinen Regionen treffen.
Vielen Dank an Elio Rauth und Jule Pfeiffer.
Foto: Jule Pfeiffer

