Er und sein interdisziplinäres Team schauen sich die Interaktion von der Schneedecke und der Atmosphäre ganz genau an. Dabei wird unter anderem untersucht, wie viel Wasserdampf wieder zurück in die Atmosphäre geht.
Hintergrund:
Durch die einzigartige Kombination an verschiedensten Messgeräten und die spezielle Topographie am Zugspitzplatt kann man die Gesamtschneemenge genau bestimmen.
Wissenschaftler verfolgen das Ziel, die Gesamtmasse an Schnee in den Gebirgsräumen aber auch in den polaren Gebieten besser zu verstehen. Denn Schnee ist eine wichtige Komponente im Wasserkreislauf der Erde und nimmt somit eine spezielle Schlüsselrolle hinsichtlich der Veränderungen durch den Klimawandel ein.
Zu diesem Thema hat der European Research Council (Europäischer Forschungsrat) ein bahnbrechendes Forschungsprojekt für die nächsten sechs Jahre bewilligt. Das interdisziplinäre Projekt „SnowShifts“ beinhaltet thematisch die Erforschung der Quantität sowie die möglichen Veränderungen des Schnees in extremen Regionen wie die polaren Gebiete aber auch die Hochgebirgsräume.
Diese Woche wird darauf aufbauend die fünfte Winterkampagne G-MONARCH (Gravity-MONitoring for Alpine Research Catchment Hydrology) bei uns im Zugspitzgebiet stattfinden. Bei diesem Forschungsprojekt werden unter anderem gravimetrische Verfahren eingesetzt, um das Verständnis über den alpinen Wasserhaushalt am Beispiel der Zugspitze zu verbessern.
Die Zugspitze als „Versuchslabor“ ist hier einzigartig, da die Wissenschaft durch die vielseitigen Messverfahren und die Topographie ein besseres Verständnis für die komplexen Prozesse bekommt und diese Erkenntnisse dann weltweit eingesetzt werden können.
Beteiligte Projektpartner:
Universität für Bodenkultur (BOKU Wien)
GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ)
Universität Augsburg
WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung (SLF)
ENAC Fakultät der EPFL (Alpole)
Foto: Michael Lehning vom SLF am Messfeld Zugspitzplatt.

