Höhlen auf dem Mars könnten Hinweise auf Leben enthalten. Um diese in Zukunft zu erkunden, testen die Wissenschaftler einen neuen Rover und dessen Kommunikationsstrecke – auch bei uns im Kammstollen im Inneren der Zugspitze.
Das Projektziel beinhaltet unter anderem, dass sich der Rover autonom durch außerirdische Höhlen bewegen kann und sie gleichzeitig erkunden soll. Dabei wird von einem recht anspruchsvollen Terrain ausgegangen, in dem mobile Roboter bisher nur selten zum Einsatz kommen. Der Kammstollen eignet sich für ein solches Projekt ideal, da ein echtes Szenario wie auf dem Mars simuliert werden kann.
Funkstrecke zwischen Mars und Erde
Als Basisstation diente eine im Schneefernerhaus aufgebaute Kommandozentrale, um den Rover von dort zu fernzusteuern.
Die Steuerung des Rovers erfolgte über mehrere Zwischenschritte: von der Kommandozentrale über einen simulierten Satelliten bis zu einer zentralen Basisstation am Eingang des Stollens. Von dort wurde das Signal über mehrere Repeater in der Höhle weitergegeben, sodass der Rover auch in der abgeschirmten Umgebung erreicht werden konnte.
Die Kommunikation orientierte sich an bewährten Verfahren aus der Raumfahrt. Dabei wurden Technologien eingesetzt, die bereits bei echten Satelliten- und Marsmissionen erfolgreich genutzt werden.
Der Rover wurde vollständig aus der Ferne gesteuert. Aus der Kommandozentrale konnten gezielt Befehle gesendet werden, etwa um Bilder aufzunehmen oder Fahrbewegungen auszulösen. Die dabei gewonnenen Daten wurden zurück übertragen, ausgewertet und dienten als Grundlage für die nächsten Entscheidungen. So erkundete der Rover Meter für Meter den Kammstollen – ganz ähnlich wie bei einer realen Marsmission
Wir freuen uns, die Wissenschaftler mit unserer Infrastruktur zu unterstützen und sind auf weitere Projekte gespannt.

