Eine neue Vermessung der Bayerischen Gletscher im Herbst 2025 zeigte einen verstärkten Eisverlust, was gut zu den global beobachteten höchsten Verlusten der Gebirgsgletscher in den letzten Jahren passt. Die insgesamt vier Bayerischen Gletscher verloren zwischen 2023 und 2025 insgesamt mehr als ein Viertel ihrer Fläche. Das Blaueis und der Watzmanngletscher in den Berchtesgadener Alpen zeigen nur noch geringe Eisreste auf und könnten schon sehr bald ihren Gletscherstatus verlieren. Am stabilsten (aufgrund der Exposition) verhält sich der Höllentalferner. Er büßte in den letzten beiden Jahren nur 9% seiner Fläche ein, wohingegen der Nördliche Schneeferner am Zugspitzplatt knapp 30 % seiner Fläche verlor.
Grund für den starken Gletscherrückgang ist der Klimawandel. Die letzten beiden Jahre waren die wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn, sowohl global als auch im deutschen Alpenanteil.
Das Temperaturmitte lag in den Jahren 2024 und 2025 mehr als 2 °C über dem Durchschnitt der 125-jährigen Messreihe des Deutschen Wetterdienstes.
Foto: Der Nördliche Schneeferner im Sommer 2025 (Credit: UFS)

